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Wirtschaft

Zitiert nach: A. Fourcans, Die Welt der Wirtschaft (Frankfurt 1997):

„Am ersten Tag schuf Gott die Sonne.
Worauf der Teufel nachzog und den Sonnenbrand schuf.
Am zweiten Tag schuf Gott das Geschlecht.
Der Teufel schlug zurück und schuf die Ehe.
Am dritten Tag schuf Gott einen Ökonomen.
Was für eine Herausforderung für den Teufel.
Er dachte lange nach, und schließlich schuf er ... einen zweiten Ökonomen."

Die im Fach Wirtschaftslehre vermittelte ökonomische Bildung soll einen Beitrag leisten zur Bewältigung und Gestaltung gegenwärtiger und zukünftiger Lebenssituationen. Die Schülerinnen und Schüler sollen mit Kenntnissen, Fähigkeiten, Fertigkeiten, Verhaltensbereitschaften und Einstellungen ausgestattet werden, dass sie befähigt sind, sich mit den ökonomischen Bedingungen ihrer Existenz und deren sozialen, politischen, rechtlichen und ethischen Dimensionen auf privater, betrieblicher, volkswirtschaftlicher und weltwirtschaftlicher Ebene auseinander zu setzen.

Unter Bezugnahme z.B. auf das “Haus der Ökonomie" und den Wirtschaftskreislauf sollen sich die Schülerinnen und Schüler mit den zentralen Akteuren und deren Beziehungen zueinander im Wirtschaftsprozess auseinander setzen. Es soll die wechselseitige Abhängigkeit von Entscheidungen auf unterschiedlichen Ebenen erkannt werden, Kreislaufzusammenhänge sollen die Grundlage ökonomischen Denkens bilden. Es sollen Kategorien entwickelt werden, die allen ökonomischen Entscheidungen immanent sind.

Dabei sollen die Jugendlichen mit Denkinstrumenten ausgestattet werden, die sie befähigen sich mit ökonomischen Fragestellungen im Hinblick auf ihre eigene Situation als:

  • Konsumenten
  • Erwerbstätige
  • Selbstständige
  • Steuerzahler

usw. auseinander zu setzen.

Sie sollen begreifen, dass wirtschaftliches Handeln knappheitsbedingt, risikobehaftet, arbeitsteilig, wirtschaftsordnungsabhängig, interdependent, nutzen- und entscheidungsorientiert ist.

Das dem Unterricht im Fach Wirtschaftslehre zugrunde liegende didaktische Konzept soll helfen

  • gesellschaftliche Realität zu erarbeiten und aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten
  • unterschiedliche Interessen und Konfliktsituationen zu erfassen
  • zwischen Einzel- und Gesamtinteressen zu unterscheiden
  • das Werte- und Normensystem marktwirtschaftlicher Ordnungen zu erkennen
  • Denkinstrumente für die Auseinandersetzung mit wirtschaftspolitischen, ethischen und ökologischen Problemstellungen zu entwickeln.

(Die obigen Ausführungen nehmen Bezug auf Konzepte des Instituts für ökonomische Bildung in Oldenburg)

Unterricht und Inhalt

Das Fach Wirtschaftslehre wird als profilbildendes Leistungsfach und als Grundkurs unterrichtet. Die Anforderungen im Grund- und Leistungsfach unterscheiden sich vor allem in Hinblick auf die Komplexität des Stoffes, den Grad der Differenzierung und Abstraktion der Inhalte und Begriffe sowie im Anspruch an Methodenbeherrschung und an Selbstständigkeit beider Lösung von Problemen.

Der Unterricht ist volkswirtschaftlich ausgerichtet. Nachfolgende Themenbereiche sind lehrplanmäßig vorgegeben, sie stecken den Rahmen ab, in dem jeweilige Halbjahresthemen ausgewählt werden können:

  • Wirtschaftspolitische Ziele und Zielkonflikte, Instrumente der Wirtschaftspolitik
  • Wirtschaftskreislauf, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung
  • Markt, Preisbildung, Wettbewerb und Wettbewerbspolitik
  • Wirtschaftssysteme und Wirtschaftsordnungen
  • Geldtheorie und Geldpolitik
  • Finanztheorie und Finanzpolitik
  • Einkommens- und Vermögensverteilung, Verteilungspolitik
  • Außenwirtschaftstheorie, Außenwirtschaftspolitik, Währungspolitik, europäische Wirtschaftsbeziehungen
  • Konjunktur, Konjunkturverlauf und konjunkturelle Grundkonzeptionen
  • Wachstums- und Konjunkturpolitik, Umwelt

E-Phase: Grundfragen des Wirtschaftens sowie die Rolle der Produktionsfaktoren

QI/1: Markt- und Preisbildung

QI/2: Konjunktur und Konjunkturpolitik

QII/1: Geld- und Währungspolitik

QII/2: Internationale Wirtschaftsbeziehungen

Fachsprecher Wirtschaft