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15 Jahre Studienfahrt zum CERN – Besuch im Jubiläumsjahr

Foto der Teilnehmer draußen vor einem Gebäude

Zum 70. Jubiläum des CERN fand die traditionelle Studienfahrt zum Europäischen Kernforschungszentrum bereits zum 15. Mal statt (November 2024). Eine große Schar von Besucherinnen und Besuchern strömte in das neu errichtete Besucherzentrum, das mit zahlreichen Mitmachexperimenten, spannenden Vorträgen und fesselnden Dokumentarfilmen begeisterte.

Schade, dass die Zeit nicht ausreichte, um alles in Ruhe zu erkunden – es gab so viel zu entdecken!

November 2022: Studienfahrt zum CERN trotz Corona-Einschränkungen

Foto einer Lehrkraft mit Helm und Mundschutz

Trotz der anhaltenden Corona-Pandemie konnte die Studienfahrt zum CERN in Genf stattfinden – wenn auch mit einigen Einschränkungen. Dennoch hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, einen Einblick in die Welt der Spitzenforschung zu erhalten und echte Forschungsluft zu schnuppern.

Der Besuch am renommierten Europäischen Kernforschungszentrum ermöglichte es den Teilnehmenden, mehr über Teilchenphysik, Hochenergiebeschleuniger und die Arbeit internationaler Wissenschaftsteams zu erfahren. Die Begeisterung für Naturwissenschaften blieb trotz der besonderen Umstände ungetrübt.

Eindrücke 2016

Faszination CERN

Foto der Teilnehmer draußen vor einem Gebäude

Vom 30. Juni bis zum 4. Juli 2015 besuchten die Schülerinnen und Schüler des Physikleistungskurses das Europäische Kernforschungszentrum CERN in Genf.
Das besondere Merkmal Genfs ist die ausgesprochen internationale Atmosphäre. Neben dem europäischen Hauptsitz der UNO haben hier über 200 internationale Organisationen ihren Sitz. Die Verständigung war kein Problem. Obwohl Genf zum französischsprachigen Teil der Schweiz gehört, kam man überall gut auf englisch weiter.
In einer erste Einführung präsentierte der Fachmann Alexander Kohls den faszinierten Schülerinnen und Schülern die gewaltigen Ausmaße des Forschungszentrums und die technischen Finessen des LHC. Mit seinem Fachwissen spannte er einen Bogen vom Urknall bis zu den Quarks, dem Urstoff der Materie. Von den Modellen wurde berichtet, mit denen sich die Teilchenphysiker den Aufbau der Materie erklären, und den riesigen Anlagen, mit denen man versucht, diese Modelle im Experiment zu bestätigen oder zu widerlegen.

Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Horn besichtigen CERN

Foto der Teilnehmer draußen vor einem Gebäude

Als im Oktober 2009 der Leistungskurs Physik am Gymnasium Horn vorschlug, eine Studienfahrt nach Genf ins europäische Kernforschungszentrum CERN zu unternehmen, war die Lehrerin zunächst skeptisch: Ist das nicht viel zu weit und für die Öffentlichkeit gar nicht zugänglich?

Aber die Schülerinnen und Schüler blieben hartnäckig. Schnell fand man über die Internetseite des CERN heraus, dass die Anlagen sehr wohl zu besichtigen sind. Auch gibt es vor Ort eine Daueraustellung, die den Interessierten das Thema Kernphysik und die Technik des LHC, des größten Teilchenbeschleunigers der Welt, nahebringt. Und schließlich bietet die Deutsche Bahn eine Nachtzugverbindung an.

Bei so viel Engagement von Schülerseite ließ sich Frau Loop gerne überzeugen und nahm die Sache in die Hand. Zuerst fragte sie an, ob in den anderen beiden Physik-Leistungskursen Interesse an der Studienfahrt bestand. Natürlich bestand Interesse! Und so bildete sich eine Gruppe von etwa 30 Schülerinnen und Schülern, die kurz vor den Halbjahres-Zeugnissen in die winterliche Schweiz aufbrechen wollten.

Bei der Organisation hatte man Glück. Normalerweise sind im CERN die Besichtigungstermine ein halbes Jahr im voraus ausgebucht, aber dann gab es doch noch eine Lücke zur passenden Zeit. Die Jugendherberge hatte Zimmer frei und bei der Bahn konnte man ein günstiges Gruppenkontingent bekommen. Zuletzt spendierte der Schulverein noch die Kosten für eine Stadtführung.

Und am 26. Januar 2010 um 20:44 Uhr ging es dann los. Leider hat die Deutsche Bahn den reservierten Nachtzug durch einen gewöhnlichen Intercity ersetzt, so dass die Nacht etwas unbequemer wurde. Aber die Vorfreude überwog. Nach der Ankunft bezog man in der Jugendherberge Genf Quartier und am Nachmittag besichtigten die Schülerinnen und Schüler die Stadt.

Das besondere Merkmal Genfs ist die ausgesprochen internationale Atmosphäre. Neben dem europäischen Hauptsitz der UNO haben hier über 200 internationale Organisationen ihren Sitz. Die Verständigung war kein Problem. Obwohl Genf zum französischsprachigen Teil der Schweiz gehört, kam man überall gut auf englisch weiter.

Die nächsten Tage verbrachten die Schülerinnen und Schüler am CERN. Eine erste Einführung in die komplexe Elementarteilchenwelt bot die Ausstellung "Mikrokosmos". Darin wird versucht, eine Vorstellung von den doch so schwer vorstellbaren Vorgängen im Inneren der Atome zu geben. Von den Modellen wird berichtet, mit denen sich die Teilchenphysiker den Aufbau der Materie erklären, und den riesigen Anlagen, mit denen man versucht, diese Modelle im Experiment zu bestätigen oder zu widerlegen.

Am zweiten Tag präsentierte ein pensionierter CERN-Physiker den faszinierten Schülerinnen und Schülern die gewaltigen Ausmaße des Forschungszentrums und die technischen Finessen des LHC. Mit seinem geballten Fachwissen spannte er einen Bogen vom Urknall bis zu den Quarks, dem Urstoff der Materie. Er diskutierte mit den Fachlehrern über aktuelle Forschungsergebnisse und berichtete schmunzelnd von Steven Hawkings 100-Euro-Wette, dass das CERN nicht in der Lage sein werde, die von vielen Fachleuten postulierte Existenz sogenannten Higgs-Boson nachzuweisen.

Beim Mittagessen in der CERN-Kantine mischten sich die Schülerinnen und Schüler unter die rund 2500 Angestellten und Wissenschaftler. Nicht wenige waren von der Atmosphäre beeindruckt. Hier arbeiten Forscher aus 85 Staaten zusammen und das hört man auch an den Tischen, wenn bei einer Tasse Kaffee nochmals die letzte Messergebnisse besprochen werden.

An den Nachmittagen war aber noch genug Zeit, um Genf zu erkunden. Man konnte sich mit Schweizer Schokolade versorgen, das Rotkreuz-Museum besuchen oder mit einem Boot über den Genfer See fahren. Auch die Fontäne, das Wahrzeichen der Stadt, war in Betrieb. Während der Rückreise am Freitag wurden dann Fotos und Eindrücke getauscht. Alle waren sich einig, das war ein einmaliges Erlebnis. Und vielleicht überdenkt ja der eine oder die andere seinen Berufswunsch und sagt: Ich möchte Kernphysiker werden?

Schülerstatment hierzu (12. Jahrgang)
„Als ich hörte, dass wir zum LHC fahren habe ich mich sehr gefreut. Es ist ein einmaliges Erlebnis hautnah mit zubekommen, wie tausende Wissenschaftler zusammen versuchen grundlegende Probleme der Physik zu lösen. Nicht nur das, sondern die unglaubliche Technik die benötigt werden, faszinieren jeden. Vor allem für mich ist es etwas, da ich meine Projektarbeit über die Funktionsweise des LHC´s geschrieben habe. So ist es natürlich viel schöner den LHC jetzt in der Realität zu sehen, als ihn immer nur in den Nachrichten zu sehen. Positiv überrascht hat mich, das der Eintritt für Schulgruppen am LHC gratis ist. So geben die Forscher mehr Schülern die Chance den LHC zu besuchen und vielleicht auch mehr Physiker gewinnen, die die Probleme von morgen lösen können."