Begonnen hat alles im Jahre 1967 mit zwei fünften Klassen im Gebäude der früheren Rembertischule. In den 70er Jahren im Schulgebäude an der Ronzelenstraße in Horn galt unsere Schule als das Reformgymnasium Bremens überhaupt. Das sogenannte „Horner Modell" hat Reformideen des gymnasialen Unterrichts wie Gruppenunterricht, fächerübergreifende Unterrichtsprojekte, Teamteaching von Lehrkräften, Auflockerung des 45-Minuten-Rhythmus gefördert.
Mit der Einführung der Stufenschule wurde das Gymnasium Horn gegen den Widerstand des Kollegiums und der Schulgemeinde zum Schulzentrum der Sekundarstufe II. Ab 1978 durften keine fünften Klassen mehr aufgenommen werden, und 1982 verabschiedete sich die letzte 10. Klasse. 1986 musste die Schule in das Gebäude am Vorkampsweg umziehen. Seitdem teilen wir uns das Schulgebäude mit der Berufsschule für den Einzelhandel, der Höheren Handelsschule und einigen Klassen der Schule am Rhododendronpark.
Neuen Schwung und neues Leben brachte der Beschluss der Politik im Jahre 1995, die Schule wieder in ein durchgängiges Gymnasium umzuwandeln. Nach den Sommerferien 1996 durften wir zu unserer großen Freude eine 7. Klasse begrüßen. Im Jahr 2006 hielten drei 5. Klassen Einzug in unsere Schule.
Wenig später konnte die Fünfzügigkeit von der 5. Klasse bis zum Abitur erfolgreich umgesetzt werden.
Wir freuen uns, dass das Gymnasium Horn Teil der Herzsicher-Initiative „Retten macht Schule“ der Björn-Steiger-Stiftung ist! Dieses Programm vermittelt unseren Schüler:innen ab der 7. Klasse die lebenswichtige Fähigkeit, in Notfallsituationen sicher und mutig zu handeln.
Warum ist das wichtig?
Jeden Tag können Sekunden über Leben und Tod entscheiden. Mit der richtigen Ausbildung lernen unsere Schülerinnen und Schüler, Wiederbelebungsmaßnahmen – inklusive Herz-Druck-Massage und der Anwendung eines Automatisierten Externen Defibrillators (AED) – sicher durchzuführen. Regelmäßige Schulungen über acht Jahre hinweg sorgen dafür, dass das Wissen präsent bleibt und im Notfall schnell abrufbar ist.
Ausstattung unserer Schule
Dank der Unterstützung der Björn Steiger Stiftung ist das Gymnasium Horn jetzt bestens ausgerüstet:
• 12 Übungspuppen für praxisnahe Reanimationstrainings,
• ein AED-Gerät mit Wandkasten und Trainingsgerät,
• und vor allem: geschulte Lehrkräfte, die dieses Wissen kontinuierlich an die Schülerinnen und Schüler weitergeben.
Kostenfrei – aber unbezahlbar
Die gesamte Ausstattung sowie die Ausbildung der Lehrkräfte werden von der Björn Steiger Stiftung übernommen – ein wertvoller Beitrag für die Sicherheit unserer Schulgemeinschaft!
Wer steht dahinter?
Die Björn Steiger Stiftung wurde nach dem tragischen Tod von Björn Steiger gegründet, der 1969 nach einem Autounfall nicht rechtzeitig Hilfe bekam. Seitdem verfolgt die Stiftung ein Ziel: Leben retten. Die Initiative „Retten macht Schule“ vermittelt genau dieses Wissen – und macht unsere Schule ein Stück sicherer.
Wir freuen uns, unsere Schüler:innen zu echten Lebensrettern auszubilden!
„Retten macht Schule“ ist eine Initiative der Björn-Steiger-Stiftung (Björn Steiger Stiftung – Wir helfen Leben retten! (steiger-stiftung.de)) in Kooperation mit der Deutschen Herzstiftung (Deutsche Herzstiftung e.V.).
Wir haben ein Interview mit einer ehemaligen Schülerin unseres Gymnasiums geführt, in dem wir uns mit ihr über ihre vergangene Schulzeit und Erfahrungen unterhalten haben. Im Folgenden können Sie das zusammengefasste Interview mit ihr lesen.
In welchem Zeitraum waren Sie auf dem Gymnasium Horn?
Ich bin von 1974 bis 1984 auf die Schule gegangen.
Wie viele Klassen gab es in einem Jahrgang?
In der Mittelstufe gab es drei Klassen. Damals hießen die 51, 52 und 53. Die Klassen waren aufgeteilt in Spanisch, Französisch und Latein.
Wie viele Schüler waren in Ihrer Klasse?
Ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern aber es waren auf jeden Fall mehr als 25, so wie es heute ist.
Gab es damals besondere Fächer die es heute vielleicht nicht mehr gibt?
Ja, es gab damals die Fächer Psychologie und Pädagogik.
Sind Sie damals auf Klassenfahrt gefahren? Wenn ja, wohin?
In der Mittelstufe sind wir ins Weserbergland gefahren, aber ich weiß nicht mehr wohin genau und in der 9. Klasse sind wir in die Niederlande an das Ijsselmeer gefahren.
Gab es damals Möglichkeiten ein Auslandsjahr zu machen?
Nein, in meinem Jahrgang nicht mehr. Im Jahrgang meiner Schwester war das noch so. Sie war zwei Jahrgänge über mir. Man hatte die Möglichkeit nach England oder Amerika zu gehen.
Gab es so etwas wie ein Sportfest?
Immer! *lacht* Es gab jedes Jahr ein Sportfest und immer die Bundesjugendspiele. Da waren wir sogar einmal im Weserstadion.
Wie war der Sportunterricht bei Ihnen?
Gut, ich hatte immer gute Lehrer, muss ich sagen. Wir hatten beim Schwimmunterricht irgendwann auch zwei Lehrer. Der eine Lehrer war früher mal Turmspringer und hat dann auch eine separate Springergruppe aufgemacht. Deswegen bin ich dann später mal in den Verein gegangen.
Gab es Schulsanitäter oder Streitschlichter?
Nein, sowas gab es nicht. Aber ich kann mich daran erinnern, dass mir einmal ein Fenster auf den Kopf gefallen ist und ich hatte eine Platzwunde und ich weiß noch, dass mich jemand in der Schule versorgt hat. Also einen Sanitäter muss es irgendwie gegeben haben.
Können Sie sich daran erinnern wie die Schule früher aussah?
Damals war das Gymnasium Horn noch in dem Gebäude der heutigen Oberschule Ronzelenstraße. Von innen war die Schule blanker Beton.
Gab es damals auch Hitzefrei?
Ja, ich meine schon.
Was hatten Sie für einen Eindruck von der Schule?
Sie war eine “Laberschule”, wir durften zum Beispiel in Fächern wie Deutsch, Psychologie und Pädagogik nur Arbeiten mit mindestens 20 Seiten abgeben. Im Vergleich zu den anderen Schulen hatte das Gymnasium Horn schon das Blocksystem (Doppelstunden) eingeführt. Die Lehrer waren alle unterschiedlich, viele Alte aber auch jüngere Lehrer.
Wenn Sie noch einmal die Chance hätten zur Schule zu gehen, wäre Horn wieder deine erste Wahl?
Ja, das würde ich schon sagen. Es war easy-going und hat Spaß gemacht. Heute würde ich wahrscheinlich mehr lernen als damals, aber es ging auch so.
Ab diesem Punkt hatten wir keine Fragen mehr, doch es folgen noch ein paar Informationen zur damaligen Schulzeit aus ihren Erzählungen.
Früher gab es in unserer Schule eine Raucherecke, offiziell gab es diese nicht, aber inoffiziell wurde diese geduldet. Teilweise wurde bei schlechtem Wetter sogar in den Räumen der Schule geraucht.
Damals gab es auch Tutor-Räume, da jeder einen Tutor hatte, welche wir selbst eingerichtet haben, unter anderem mit Decken, Kissen und Teekochern.
Irgendwann wurden in der Schule Süßigkeiten- und Getränkeautomaten aufgestellt, was zu dieser Zeit sehr revolutionär war. Es gab keine Cafeteria oder Mensa, in der es Brötchen oder ähnliches zum Verkauf gab. Allerdings hatten wir damals auch keinen Nachmittagsunterricht.
Die Bibliothek und den Schulshop “Shop Horn”, gab es auch noch nicht.
Man durfte damals seine Lehrer mit den entsprechenden Fächern wählen, allerdings wurde nicht garantiert, dass man diese auch bekommt. Jedes Halbjahr, in der Oberstufe, mussten die Kurse und Lehrer neu gewählt werden.
Ein damaliger Abiturstreich war es, die Türen mit Sekundenkleber zu zukleben. Es gab keine Mottowoche, aber statt dessen einen großen “AbiTag”.
Ein Deutschlehrer hat irgendwann eine Theater-AG ins Leben gerufen, die jedes Jahr eine Theaterstück eingeübt und anschließend aufgeführt haben.
Wir bedanken uns für das Gespräch.
Für die 50-jährige Jubiläumsfeier bereitet die gesamte Schule etwas vor. Die jüngeren Schüler (Klasse 5 bis 8) kümmern sich um Spiele (z.B. Pferderennen, Ringe werfen etc.) und basteln kreative Figuren, die sie auf der Feier am 25. August verkaufen. Des Weiteren werden selbst bemalte Tassen, T-Shirts und vieles mehr verkauft. Außerdem organisieren die Kinder eine Zaubershow, die an einem der von Schülern dekorierten Stände vorgeführt wird. Neben der Zaubershow kann man sich ebenfalls ein Tanztheater und weitere Vorführungen anschauen. Der 9. Jahrgang kümmert sich um die Werbung für Feier. Unter anderem drehen manche Schüler einige Kurzfilme über die Schule, die auf der Feier zu sehen sein werden. Die älteren Schüler der Oberstufe helfen in den verschiedenen Gruppen mit. Sie sorgen außerdem für das Catering und stehen für Ihre Fragen zur Verfügung.
Wir haben ein Interview mit einer ehemaligen Schülerin unseres Gymnasiums geführt, in dem wir uns mit ihr über ihre vergangene Schulzeit und Erfahrungen unterhalten haben.
Auch wurde während der Projekttage eine allgemeine Umfrage mit Fragen über die Schule in allen Jahrgängen durchgeführt. Die Ergebnisse sind in Klassenstufen unterteilt. Von jeder Klassenstufe haben wir jeweils eine Klasse befragt.
Am 12.10.23 hat OStD a.D. Herr Peter Wessels anlässlich seines 90. Geburtstags im Juni unserer Schule einen Besuch abgestattet. Er war Schulleiter des Gymnasiums Horn von 1978-1995. Er hatte ein nettes Gespräch mit mir und unserer neuen stellvertretenden Schulleiterin Tatjana Lührs. Wir haben uns über Schule Gymnasium Horn früher und heute ausgetauscht.
Im Juni 2023 besuchten uns ehemalige Schülerinnen und Schüler des Abiturjahrgangs 1993. Für sie war es teilweise seit 30 Jahren das erste Mal, dass sie unsere Schule wieder betreten haben. Das Erstaunen war groß, den in Erinnerung war ein schmuckloses Gebäude mit Waschbetonfassade und Nadelfilzteppich mit stark in die Jahre gekommenem Interieur.
Es gab einen kurzen Vortrag über das heutige Gymnasium Horn und anhand einiger Bilder wurde der Unterschied zur Schule von vor 30 Jahren sichtbar gemacht. Mit großem Interesse folgte ein Rundgang durch die heutige lichtdurchflutete und architektonisch moderne Schule.
Unser ehemaliger Schulleiter Herr Wessels und der ehemalige Kunstlehrer Herr Schüßler waren auch dabei und erzählten aus der damaligen Zeit.
Unsere Schule ist mittlerweile 56 Jahre alt, was schon eine lange Zeit ist. Der Kontakt zu den Ehemaligen soll verstärkt werden. Hierzu ist beabsichtigt jedes Jahr einen Ehemaligentag für alle ehemaligen Lernenden und Lehrenden zu veranstalten. Weiterhin möchten wir Ehemalige stärker in die Berufsorientierung integrieren.