Im Rahmen des Chinesischunterrichts der E-Phase nahmen sieben Schülerinnen und Schüler an dem zweiwöchigen „汉语桥“ (Chinesisch-Brücke) Frühlingscamp teil, das vom 22. März bis zum 5. April stattfand. Begleitet wurden sie von Frau Hecker und Frau Lukas. Unsere Partneruniversität, die Capital Normal University in Peking, bereitete uns einen herzlichen Empfang. Gemeinsam erlebten wir eine intensive und unvergessliche Reise durch die chinesische Kultur. Im Folgenden halten alle Teilnehmenden ihre persönlichen Eindrücke und Erlebnisse in Form von Tagebucheinträgen fest und lassen so diese besondere Reise noch einmal lebendig werden.
Begrüßungstag
Nachdem wir gestern angekommen sind, war heute unser erster Tag. Ab 7:30 konnten wir zum Frühstück und wir hatten bis 8:20 Zeit, dann haben wir uns getroffen, um zusammen in die Vorbereitungen zu gehen. Als es so weit war, wurde uns dort ein Video über Peking gezeigt. Anschließend gab es Begrüßungsreden, um uns willkommen zu heißen. Auch von unserer Seite aus gab es ein Mädchen, das eine Rede vorbereitet hat. Auch unsere Lehrerinnen haben sich beteiligt. Bevor es mit dem Unterricht losging, wurde uns noch die Schulordnung mitgeteilt, die sowohl Gesetze als auch allgemeine Regeln beinhaltet.
Nach der Einweisung ging es dann mit dem Unterricht los. Nachdem sich jeder kurz vorgestellt hat, ging es primär darum, bereits bekannte Vokabeln zu vertiefen. Während die Vertiefung aller Lerninhalte eher nicht spannend war, hat mich umso mehr gefreut, dass uns Vokabeln mitgeteilt wurden, die mir noch nicht bekannt waren.
Der zweite Kurs mit einer anderen Lehrerin ging im Gegensatz zum ersten Kurs vor allem um die Aussprache. Besonders die Aussprache von den vier Tönen hat mir geholfen, manche Wörter besser auszusprechen. Nachdem wir mit dem Ausspracheteil fertig waren, wurden uns verschiedene Sehenswürdigkeiten Pekings gezeigt.
Als wir mit dem ganzen Kurs durch waren, haben wir in der Mensa gegessen. Das Essen hat mir heute sehr gut geschmeckt, auch wenn es zum Teil sehr scharf war. Anschließend sind wir das Essen noch in Ruhe auf dem Zimmer verdauen. Danach haben wir einen Kalligrafie-Kurs besucht. Neben historischen Hintergründen von den Schriftzeichen konnten wir auch selbst mit Pinsel und Tinte agieren. Gegen Ende des Kurses konnten wir auch selbst kreativ werden und eigene Schmuckstücke entwerfen. Das hat ebenfalls viel Spaß gemacht.
Nach einer kurzen Pause auf dem Zimmer ging es dann schon zu einem gemeinsamen Abendessen in einem Restaurant. Auch das Essen hat mir sehr gut gefallen, da es eine große und vielfältige Auswahl gab. Nach dem Essen sind ich und ein paar Freunde noch in der Nähe vom Campus gelaufen. Hierbei haben wir unseren Abend am über 100m hohen Central TV-Tower verbracht.
24.03.26
Heute war ein spannender Tag. Besonders beeindruckt hat mich die Verbotene Stadt, sie ist einfach riesig und unglaublich imposant. Überall spürt man die Geschichte und Kultur, und ich finde die chinesische Architektur einfach wunderschön. Der Unterricht war dagegen noch leicht. Wir haben nur ein paar neue Vokabeln gelernt, was gut machbar war. Am Nachmittag waren wir in der Einkaufsstraße Wangfujing, da wirkte alles sehr luxuriös, aber auch ziemlich teuer. Das APM-Center war dafür sehr groß und hatte viele schöne Läden, zum Beispiel Adidas. Das Abendessen war okay, nichts Besonderes, aber auch nicht schlecht. Insgesamt war es ein interessanter und abwechslungsreicher Tag.
25.03.26
Der Tag begann für uns wieder mit dem Sprachkurs, nachdem wir Frühstück gegessen hatten. Im Unterricht hatten wir vieles gelernt, wie das Bestellen auf Chinesisch. Daraufhin sind wir mit dem Bus zum Himmelstempel gefahren und sind dort eigenständig gelaufen. Die Anlage und auch der Himmelstempel selbst war wunderschön und vor allem die meist goldene Einrichtung des Tempels und der Park hat mir sehr gefallen.
In einem kleinen Shop dort gab es kleine Kuchen, welche ich bis heute den Namen nicht kenne, aber sie waren auf jeden Fall eines der besten Dinge, die ich in China gegessen hatte.
Als wir uns wieder trafen, fuhren wir weiter zu der Qianmen-Straße, eine sehr schöne Einkaufsstraße, nicht weit entfernt vom Kaiserpalast. Nachdem wir gegessen hatten, bekamen wir wieder Freizeit, in welcher wir frei erkunden durften. Hier hatte ich auch das erste Mal Tanghulu (ein gezuckerter süß-säuriger Obstspieß aus Sanddorn) probiert und dies wurde zu meinem Lieblingsessen in China. Zudem kann man von der Einkaufsstraße in die Gassen daneben laufen, dort gibt es häufig toll 10-yuan-stores, wo man schöne Souvenirs und auch nützliche Dinge kaufen kann. Später sind wir mit der U-Bahn wieder in die Uni gefahren und waren für den Rest des Abends auf uns allein gestellt.
26.03.26
Liebes Tagebuch,
heute begann der Tag ruhig. Ich bin aufgestanden und habe erstmal gefrühstückt, um halbwegs wach zu werden. Danach ging es auch schon in den Unterricht: Von 8:30 Uhr bis 11:50 Uhr hatte ich Chinesisch. Es war wie immer anstrengend, aber auch irgendwie motivierend, weil man merkt, dass man langsam vorankommt.
Nach dem Unterricht bin ich mit dem Bus zu einem Museum in Beijing gefahren. Ich weiß leider nicht mehr genau, wie es hieß, aber es war ein Nationalmuseum, das sich viel mit der Geschichte von Beijing beschäftigt hat. Das Gebäude war riesig und hatte insgesamt vier Etagen. Interessant fand ich vor allem die ersten beiden Stockwerke. Dort ging es um die ersten Menschen in China und darum, wie die Menschen früher gelebt haben. Diese Teile haben sich am „echtesten“ angefühlt, weil man sich richtig vorstellen konnte, wie anders das Leben damals gewesen sein muss. Die oberen Etagen waren zwar auch okay, aber sie haben mich nicht mehr so gepackt.
Danach ging es weiter zur Einkaufsstraße Xidan. Ich hatte mir mehr erwartet, aber es war eher mittelmäßig. Niemand war wirklich daran interessiert, etwas zu kaufen, also sind wir einfach nur herumgeschlendert und haben uns ein bisschen umgesehen. Es war trotzdem nett, einfach mal dort gewesen zu sein, aber es hat sich nicht wie ein besonderes Highlight angefühlt. Am Abend bin ich dann mit der U-Bahn zurück zur Universität gefahren. Ich war müde von dem langen Tag, aber auch zufrieden, weil ich wieder etwas von Beijing gesehen habe. Es war ein Tag, der nicht spektakulär war, aber trotzdem voll mit Eindrücken.
27.03.26
Am Freitag, den 28. März haben wir uns hauptsächlich auf die Reise nach Datong vorbereitet, welche wir am darauffolgenden Wochenende antreten wollten. Der Tag begann aber erst mal wie jeder andere mit Unterricht. Als wir fertig mit dem Unterricht waren, hatten wir eine kurze Mittagspause. Danach begann dann auch schon der Workshop. Frau Zhang erzählte uns anfangs ein bisschen was über die Geschichte und Kultur der Provinz Shanxi, in welcher Datong liegt, daraufhin schauten wir uns ein Video an, welches die Schönheit von der Shanxi Provinz zeigte, mit seiner wunderschönen Natur und kultureller Vielfalt. Außerdem lernten wir das in der Shanxi Provinz, das weltbekannte Spiel Wukong gemacht wurde. Am Ende wurde uns noch etwas über das Essen von Datong erzählt. Ein typisches Gericht dort sind geschnittene Nudeln. Nach dem Workshop hatten wir dann wieder Freizeit und bereiteten uns schon mal mental auf die Reise vor. Abends gingen wir dann noch essen und sind dann schon früh schlafen gegangen.
28.03.26
Heute Morgen sind wir um 8:20 Uhr mit dem Zug von Peking nach Datong gefahren. Der Zug kam pünktlich an, fuhr eine Minute früher ab und kam sechs Minuten früher an. In Datong haben wir sehr schicke Hotelzimmer bekommen und sind direkt zu einer Exkursion in die Grotten aufgebrochen. Dabei haben wir viel Neues über die Kultur und den Buddhismus gelernt. Nach der Exkursion waren wir in der Einkaufszone, wo wir ein sehr schönes Restaurant besucht haben, in dem man sich das Essen selbst kochen konnte.
Der Name Datong (大同) hat eine kulturelle Bedeutung in der chinesischen Tradition. Ursprünglich stammt der Begriff aus dem konfuzianischen Klassiker „Liji“ (Buch der Riten). Dort beschreibt 大同 die Idee einer idealen Gesellschaft: eine Welt, in der alle Menschen gleich sind, in Harmonie leben, einander unterstützen. Der moderne Ausdruck der Stadtmotto „美美与共,天下大同“ lässt sich sinngemäß so übersetzen: „Die Vielfalt des Schönen gemeinsam teilen – und so eine Welt der großen Harmonie schaffen.“ Das bedeutet: Unterschiedliche Kulturen und Schönheiten können nebeneinander bestehen, sich gegenseitig bereichern und respektieren, sodass letztlich eine friedliche und harmonische Welt entsteht. Besonders eindrucksvoll wird diese Idee auch im Stadtbild von Datong sichtbar: In der Altstadt sehen wir eine katholische Kirche, eine Moschee, buddhistische Tempel und daoistische Tempel in unmittelbarer Nachbarschaft. Diese räumliche Nähe verschiedener Religionen macht die Idee des friedlichen Zusammenlebens auf besondere Weise erlebbar.
Nach dem Besuch der beeindruckenden Yungang-Grotten hatten wir Freizeit in der Altstadt. Die gesamte Altstadt wurde nach historischen Vorbildern wieder aufgebaut und orientiert sich am ursprünglichen Baustil. Beim Spaziergang konnte man sich gut vorstellen, wie bedeutend Datong in der Ming-Zeit gewesen sein muss. In einem Innenhof entdeckte ich ein Kulturzentrum für Essig. Dort konnte man verschiedene Sorten probieren, zum Beispiel drei, sechs oder sogar zehn Jahre alten Essig. Das war eine neue und interessante Erfahrung!
Zum Abendessen gingen wir in ein traditionelles Hotpot-Restaurant. Jeder hatte einen eigenen kleinen Topf vor sich, während in der Mitte des großen Tisches viele frische Zutaten standen: Lammfleisch, Rindfleisch, Garnelen, verschiedene Tofu-Sorten und Gemüse. Man konnte sich selbst aussuchen, was man essen wollte, und alles in den eigenen Topf legen. Da die Zutaten sehr dünn geschnitten waren, waren sie schnell gar und man konnte sie direkt mit Soße genießen – das hat richtig Spaß gemacht und war sehr lecker.
Am Abend wartete noch ein besonderes Highlight auf uns: Wir besuchten den Daiwangfu. Diese ehemalige Residenz eines Prinzen und dessen Söhne aus der Ming-Zeit wird abends für Aufführungen genutzt. Die Vorstellung fand draußen statt, mit dem Palast als beeindruckender Kulisse. Die Schauspieler trugen historische Kostüme, sangen und tanzten und stellten eine Szene dar, in der der Kaiser Zhu Di Datong besucht. Am Ende gab es ein spektakuläres Finale mit Feuerwerk und einer traditionellen „Eisen-Blumen“-Vorführung (打铁花). In der Dunkelheit wurde flüssiges Eisen zu tausend goldenen Funken zerschlagen – ein wirklich unvergesslicher Moment.
29.03.2026
Wir haben den Tag mit einem Buffet aus verschiedenen Frühstücksalternativen gestartet und sind dann mit dem Bus zur alten Stadt Datong gefahren. Dort hat unser Reiseführer, Herr Li, uns durch die verschiedenen Räume des buddhistischen Tempels* geführt und uns über deren Entstehung informiert. Zur Mittagszeit sind wir zu einem Restaurant gefahren, um dort die Lokale Spezialität "Dao Xiao Mian" zu probieren. Das sind Nudeln, die mit einem Messer direkt vom Teig in den Topf geschnitten werden. Dazu gab es wieder sehr viele Gerichte wie Omelett, gekochtes Gemüse, Reis etc. Laut meiner Meinung war dies bisher mein Lieblingsrestaurant.
Am Nachmittag haben wir dann einen Workshop zur Wandmalerei-Restaurierung gemacht. Unsere Ergebnisse durften wir dann eingepackt mitnehmen, danach haben wir uns noch die Stadtmauer und weitere Buddhas angesehen. Nach einer kurzen Wartezeit waren wir dann beim Bahnhof und haben dort unser Abendessen gegessen. Um 19 Uhr kam dann unser Zug zurück nach Peking. Wir waren dann um 21:30 Uhr zurück im Campus.
*Der Huayan-Tempel in Datong ist eine der bedeutendsten buddhistischen Tempelanlagen in Nordchina. Er wurde ursprünglich während der Liao-Dynastie (10.–12. Jahrhundert) erbaut. Der Tempel ist besonders bekannt für seine gut erhaltene Architektur sowie beeindruckende Kunstwerke. Zu den Highlights zählen große Buddha-Statuen, kunstvolle Holzschnitzereien und farbenprächtige Wandmalereien. Ein besonderes Wahrzeichen ist die sogenannte „Bibliothekshalle“, die auf Stelzen gebaut ist und zu den ältesten erhaltenen Holzbauten Chinas zählt.
30.03.26
Liebes Tagebuch, heute ging der Unterricht erst später als sonst los, nämlich um 10:20. Nachdem der Unterricht beendet war, haben wir uns nach dem Mittagessen getroffen, um zu einem Fremdsprachen-Gymnasium zu fahren. Als wir dort angekommen sind, haben uns unsere Partner empfangen. Zuerst haben wir dann einen Keramikkurs belegt. Danach haben wir einen Kung-Fu-Kurs absolviert. Bei diesem hatten wir die Möglichkeit, uns mit traditionellen Klamotten zu bekleiden, was wir alle ziemlich spannend fanden. Nachdem der Besuch zu Ende war, sind wir zu einem Restaurant gefahren.
31.03.26
Heute war wieder ein sehr abwechslungsreicher Tag. Am Vormittag hatten wir Sprachkurs, wo wir viele neue Wörter gelernt haben. Danach waren wir im Zentrum für Sprachen und Kooperation. Dort gab es viele schöne Ausstellungsbereiche und auch interaktive Sachen, bei denen man etwas zum Mitnehmen bekommen konnte. Das fand ich besonders cool. Anschließend ging es zum Sommerpalast. Es war dort sehr schön, vor allem wegen der großartigen Natur mit dem großen See und den vielen Bäumen. Die Atmosphäre war richtig beeindruckend. Ich fand es nur ein bisschen schade, dass wir nicht weiter nach oben gehen konnten, aber dafür sind wir mit einem Boot über den See gefahren. Später waren wir noch in einem Einkaufscenter, wo wir ein paar Läden besucht haben. Am Abend waren wir dann beim Italiener essen, das war ganz nett. Zum Abschluss des Tages hatte wir noch Freizeit, in der ich Fußball gespielt habe.
01.04.26
An diesem Tag hatten wir wieder Sprachkurs am Morgen nach einem Frühstück in der Mensa. Wir blieben dann noch ein wenig länger in der Uni, um eigene Duftsäckchen zu basteln. Wir haben Stoff bekommen und ein eigenes Design hineingemalt und dann zu einem Duftsäckchen zusammengenäht, welches wir mit nach Hause nehmen durften. Am Nachmittag (beziehungsweise nach dem Mittagessen um 15:00 Uhr fuhren wir in das Gassengebiet Nanluoguxiang, welches am See liegt. Ähnlich wie auch die Einkaufsstraße gab es viele Souvenirläden. Am Abend sind wir zu dritt noch in einem sehr schönen traditionellen und atmosphärischen Restaurant/Teehaus essen gegangen und sind wieder allein mit der U-Bahn zurück zur Uni.
02.04.26
Liebes Tagebuch, auch heute begann der Tag ganz normal: Aufstehen, frühstücken und versuchen, richtig wach zu werden. Danach ging es direkt wieder in den Unterricht. Von 8:30 Uhr bis 11:50 Uhr stand Chinesisch auf dem Plan, aber heute war es deutlich stressiger als sonst, weil wir zwei Klausuren geschrieben haben. Zum Glück lief es bei allen richtig gut, was die Stimmung nach dem Unterricht direkt viel entspannter gemacht hat. Man hatte richtig gemerkt, dass jeder erleichtert war.
Mittags habe ich dann eigenständig auf dem Campus gegessen. Es war angenehm, einfach mal kurz für sich zu sein und eine Pause zu haben, bevor es weiterging. Am Nachmittag sind wir mit dem Bus zum Chaoyang-Gymnasium gefahren. Dort wurden wir von sehr offenen und sympathischen Schülern empfangen. Die Gespräche mit ihnen waren angenehm und lustig, vor allem weil wir viel Englisch gesprochen haben und man sich dadurch schnell verstanden hat. Es war interessant zu sehen, wie neugierig und freundlich sie waren. Später gab es verschiedene Aktivitäten, unter anderem Basteln und Sport auf dem Pausenhof. Basteln war ganz okay, aber der Sport hat eindeutig am meisten Spaß gemacht. Es war einfach locker, man konnte lachen und sich bewegen, und irgendwie war es eine richtig gute Abwechslung zum Unterricht.
Danach sind wir mit dem Bus wieder zurück zur Uni gefahren. Ich habe mich erstmal auf meinem Zimmer entspannt, weil der Tag doch ziemlich voll war. Am Abend ging es dann in die Mensa zum Abendessen. Zum Abschluss haben meine Freunde und ich den Tag sportlich ausklingen lassen. Wir haben Fußball gespielt und einfach noch ein bisschen Zeit zusammen verbracht. Das war ein richtig guter Abschluss, weil es entspannt war und gleichzeitig Spaß gemacht hat. Insgesamt war es ein anstrengender, aber sehr schöner Tag.
03.04.26
Am Vormittag fand die Abschlussfeier unseres Frühlingscamps im Internationalen Institut der Uni statt. Anwesend waren die Institutsleitung, die Projektlehrkräfte sowie alle Teilnehmenden. Gemeinsam schauten wir eine Auswahl von Fotos und Videos an und ließen die vielen schönen Momente der letzten zwei Wochen noch einmal Revue passieren.
In einer kurzen Rede habe ich mich für die herzliche Organisation und die abwechslungsreichen Aktivitäten bedankt. Außerdem habe ich hervorgehoben, dass die Schülerinnen und Schüler große Fortschritte im Chinesisch gemacht haben und China nicht nur kennengelernt, sondern wirklich erlebt haben. Auch alle Teilnehmende berichteten von ihren persönlichen Eindrücken, auf Deutsch, auf Englisch, sogar auf Chinesisch. Am Ende erhielten alle ihre Teilnahmezertifikate sowie kleine Geschenke der Universität.
Am Nachmittag fuhren wir zur Großen Mauer. Die Landschaft dort war beeindruckend: Die Große Mauer schlängelt sich über grüne Berge und scheint kein Ende zu nehmen. Der Aufstieg war anstrengend, denn die Stufen sind teilweise sehr steil und ungleichmäßig. Es war an dem Tag auch sehr windig. Trotzdem hat sich die Mühe absolut gelohnt. Oben angekommen hatten wir eine fantastische Aussicht und konnten diesen besonderen Ort gemeinsam genießen. Es war ein perfekter Abschluss für unsere Reise.
04.04.26
Heute war schon unser letzter Tag der Reise. Unsere wichtigste Aufgabe war zuerst einmal: Koffer packen! Da unser Flug erst in der Nacht zum 5. April ging, hatten wir tagsüber noch etwas Zeit für eigene Aktivitäten.
Einige Schülerinnen und Schüler gingen in einen großen Supermarkt in der Nähe der Universität und kauften chinesische Snacks und sogar Essstäbchen für die Familie. Andere verabredeten sich und fuhren noch einmal ins Stadtzentrum. Ich bin mit einer kleinen Gruppe in den Beijing Zoo gegangen, denn dort kann man Pandas sehen. Und ehrlich gesagt: Wer kann schon Pandas nicht mögen? Da wir am Nachmittag dort waren, waren die meisten Pandas ziemlich faul. Sie lagen herum, saßen entspannt oder schliefen einfach. Nur ein Panda hat sich kurz bewegt – immerhin konnten wir ihn wenigstens einmal in Aktion sehen!
Am Abend wurden wir gegen 22 Uhr mit dem Bus zum Flughafen gebracht. Dort gab es noch einen kleinen Schreckmoment: Ein Schüler hatte seinen Reisepass nach der Sicherheitskontrolle liegen lassen. Zum Glück wurde er schnell wiedergefunden – alles ging gut aus. So hatten wir mitten in der Nacht noch ein kleines Abenteuer, das wir sicher nicht so schnell vergessen werden.
Während der Osterferien 2025 begaben sich zwölf Schülerinnen und Schüler der E-Phase und QI unserer Schule auf eine besondere Reise: Im Rahmen eines vom Zentrum für Sprachbildung und -kooperation unterstützten Frühjahrscamps verbrachten sie zwei Wochen in der chinesischen Hauptstadt Peking. Die Begegnung mit Sprache, Kultur und Alltag in China machte diese Zeit zu einer ebenso lehrreichen wie eindrucksvollen Erfahrung.
Der Vormittag stand ganz im Zeichen des Sprachenlernens. Täglich nahmen die Schülerinnen und Schüler an vier Unterrichtsstunden Chinesisch teil. Der Unterricht fand vollständig auf Chinesisch statt und folgte einem immersiven Konzept, das die Lernenden unmittelbar in die Sprache eintauchen ließ. Anfangs stellte dies für einige eine Herausforderung dar, doch schon bald entwickelten sich aus ersten vorsichtigen Versuchen lebendige Gespräche. Durch Dialogübungen, Rollenspiele und gemeinsame Aufgaben wuchs nicht nur das Sprachverständnis, sondern auch das Selbstvertrauen im Umgang mit der fremden Sprache.
Die Nachmittage öffneten ein Fenster zur chinesischen Kultur. Auf dem Campus erwarteten die Gruppe verschiedene Workshops, in denen Traditionen und ästhetische Ausdrucksformen Chinas erfahrbar wurden. In einem Kalligrafiekurs führten ruhige Pinselbewegungen über das Papier und ließen erste Schriftzeichen entstehen. Beim gemeinsamen Singen chinesischer Lieder verband sich Sprache mit Melodie und Rhythmus. Ein Tee-Workshop bot Einblicke in die jahrhundertealte Teekultur des Landes, während die Schülerinnen und Schüler beim Herstellen kleiner Duftbeutel – sogenannter Xiangbao – eine traditionelle Handwerkskunst kennenlernten.
Darüber hinaus führten mehrere Exkursionen zu den bedeutendsten historischen Stätten Pekings. Die Gruppe durchschritt die weiten Höfe der Verbotenen Stadt und erhielt so einen Eindruck vom einstigen Zentrum der kaiserlichen Macht. Im Sommerpalast spiegelten sich Pavillons und Brücken im ruhigen Wasser des Kunming-Sees, während der Himmelstempel von der spirituellen Welt des alten China erzählte. Ein Höhepunkt der Reise war der Besuch der Großen Mauer. Hoch über den Hügeln windet sich dieses monumentale Bauwerk durch die Landschaft – ein Ort, an dem Geschichte und Gegenwart auf eindrucksvolle Weise zusammentreffen.
Auch das Wochenende hielt ein besonderes Erlebnis bereit. Mit dem chinesischen Hochgeschwindigkeitszug reiste die Gruppe von Peking nach Qufu in der Provinz Shandong. Die rund 600 Kilometer lange Strecke wurde in nur zwei Stunden zurückgelegt – ein eindrucksvolles Beispiel für die moderne Infrastruktur des Landes. In Qufu, dem Geburtsort des Philosophen Konfuzius, besichtigten die Schülerinnen und Schüler die Konfuziusschule, den Konfuziustempel sowie die Residenz der Familie Kong. Im Kulturzentrum Nishan Shengjing erlebten sie zudem eine kulturelle Aufführung, die Elemente von Musik, Tanz und traditioneller Philosophie miteinander verband.
Nicht zuletzt spielte auch die chinesische Küche eine wichtige Rolle während des Aufenthalts. Frühstück und Mittagessen wurden in der Universitätsmensa eingenommen, wo eine große Auswahl an Speisen einen Einblick in den kulinarischen Alltag bot. Am Abend entdeckte die Gruppe in verschiedenen Restaurants die Vielfalt regionaler Küchen – von klassischen Pekinger Gerichten über Spezialitäten aus dem Nordwesten Chinas bis hin zu geselligen Grillabenden.
Das Frühjahrscamp in Peking erwies sich für die Schülerinnen und Schüler als weit mehr als eine gewöhnliche Studienreise. Es war eine Begegnung mit einer anderen Sprache, einer reichen kulturellen Tradition und einer lebendigen Gegenwart. Viele Eindrücke – die ersten geschriebenen Schriftzeichen, der Blick von der Großen Mauer oder das gemeinsame Essen am runden Tisch – werden den Teilnehmenden noch lange in Erinnerung bleiben.
Gemeinsam mit 18 Schülerinnen und Schülern aus der E-Phase und QI unserer Schule sowie einer Schülergruppe der BBS Verden wurde die Gruppe herzlich an der Capital Normal Universität begrüßt, um die Osterferien sowohl zum Chinesischlernen als auch zur Entdeckung der chinesischen Kultur zu nutzen.
Das Wetter in Peking war im Gegensatz zu Deutschland angenehm mild. Während der Reise gab es lediglich zwei Regentage. Der Wind in der Stadt wehte jedoch recht stark, dennoch konnten viele Sonnenstunden genossen werden. Nachdem der Ankunftstag noch etwas von der Zeitverschiebung geprägt war, gewöhnte sich die Gruppe schnell an die neue Zeitzone und konnte am Dienstag ausgeruht in das intensive Programm starten.
Zu Beginn begleiteten die Chinesischlehrkraft unserer Schule und die Lehrkraft von der BBS Verden ohne eigene Vorkenntnisse in Chinesisch die Lerngruppe zum Sprachkurs. Dabei wurde schnell deutlich, mit wie viel Leidenschaft die Lernenden bereits in Deutschland Chinesisch gelernt hatten. Am Ende der Reise konnten alle Lernenden einen Test zur Überprüfung ihrer Sprachkenntnisse absolvieren. Der Austausch mit Einheimischen half ihnen zudem, einige Phrasen im realen Leben zu üben.
Das kulturelle Programm war sehr vielfältig und hervorragend organisiert. Die Gruppe besuchte viele Wahrzeichen des traditionellen Chinas. Ein besonderes Highlight war der Besuch der Chinesischen Mauer bei strahlendem Sonnenschein. Aber auch die besuchten Tempel- und Parkanlagen in Peking waren absolut sehenswert. Ein Ausflug in die Provinz Henan verdeutlichte zusätzlich die große Bedeutung der chinesischen Tradition für die Bevölkerung. Dort durfte die Gruppe eine beeindruckende Aufführung von Kung-Fu-Schülern erleben.
Schnell wurde auch deutlich, dass die Essenskultur in China für die Bevölkerung eine große Bedeutung hat. Die Gruppe besuchte zahlreiche unterschiedliche Restaurants und aß traditionelle Speisen am typischen runden Tischbuffet, bei dem alle Anwesenden die bestellten Gerichte teilen. Probiert wurden unter anderem die traditionelle Peking-Ente, verschiedene gefüllte Teigtaschen (Jiaozi) sowie die vielfältigen warmen Speisen, die in China häufig zum Frühstück serviert werden.
Neben den Einblicken in das Universitätsleben am Campus der Capital Normal Universität stellte der Besuch einer High School in Peking einen besonderen Höhepunkt dar. Die Gruppe durfte an einem Englischunterricht teilnehmen, der sehr interaktiv gestaltet war und einen lebendigen Austausch über kulturelle Unterschiede zwischen Deutschland und China ermöglichte. Dabei lernten die Gäste unter anderem etwas über chinesische Instrumente, Kalligraphie, Tierkreiszeichen sowie über die Bedeutung von Drachen und Pandas in der chinesischen Kultur.
Anschließend erhielt die Gruppe auch einen Einblick in das Baseballtraining der Schulmannschaft und konnte selbst einige Schläge ausprobieren. Sowohl für die begleitenden Lehrkräfte als auch für viele der deutschen Schülerinnen und Schüler war es eine besondere Erfahrung, einen Eindruck von einem typischen chinesischen Schultag zu bekommen, der in der Regel von 07:30 bis 20:00 Uhr dauert. Gleichzeitig ist täglicher Sport fest in den Schulalltag integriert und bietet Möglichkeiten zur körperlichen Aktivität.
Die Reise nach Peking stellte für die Teilnehmenden eine neue kulturelle Erfahrung außerhalb der eigenen Komfortzone dar. Die vielfältigen Eindrücke werden ihnen nachhaltig in Erinnerung bleiben. Die Gruppe bedankt sich daher herzlich für die Möglichkeit, am diesjährigen Frühjahrscamp teilnehmen zu dürfen. Dank der umfangreichen und zuverlässigen Planung der Reise waren die Teilnehmenden stets gut versorgt und konnten das Land China, insbesondere die Metropole Peking, problemlos erkunden.
Beim schönsten Frühlingswetter machten sich insgesamt 12 Schülerinnen vom Gymnasium Horn Bremen, Lloyd Gymnasium Bremerhaven und Alten Gymnasium Oldenburg auf den Weg nach China. Sie waren sehr gespannt und neugierig auf die kommenden zwei Wochen. Während der Wartezeit am Flughafen unterhielten sich die Schülerinnen schon miteinander in einer fröhlichen Atmosphäre, obwohl sie sich vorher teilweise nicht kannten. Hartmut Riggers und Weronika Morawiec vom Gymnasium Horn sowie Tianyi Yu vom Konfuzius-Institut Bremen haben die Gruppe begleitet und betreut.
Dieses 15-tägige Frühjahrscamp ist ein Stipendienprogramm. Unterstützt von dem Konfuzius-Institut Bremen und der Partneruniversität „Pädagogischer Universität der Hauptstadt (Capital Normal University) in Peking“ bietet die Zentrale der Konfuzius Institute / Hanban hervorragenden deutschen Schülern/innen die Chance, nach China zu reisen und die chinesische Kultur persönlich kennenzulernen. Die zwei Wochen sind zwar kurz, jedoch mit vielfältigen und interessanten Aktivitäten ausgestattet, beispielsweise Sprachkursen, Kulturkursen, Ausflügen usw. Damit können die Schülerinnen und Schüler nicht nur ein modernes, sondern auch ein traditionell geprägtes China erleben.
(1) Chinesisch lernen
Das Frühjahrscamp zielt hauptsächlich auf das Chinesischlernen ab. Bis auf die Wochenenden, haben die Schülerinnen jeden Tag vier Stunden Chinesisch in einem Intensivsprachkurs gelernt, um am letzten Tag vor der Abreise eine Abschlussprüfung abzulegen und ein Zertifikat zu erlangen. Angesichts der Tatsache, dass die Schülerinnen unterschiedliche Sprachniveaus hatten, legten die Chinesischlehrer großen Wert auf grundlegende Sprachkenntnisse, wie z. B. Aussprache und Alltagsausdrücke. Die fleißige Arbeit der Schülerinnen hat sich gelohnt. Vor der Rückreise konnten sie schon selbst auf Chinesisch Essen in der Mensa bestellen, was ein großer Fortschritt für sie gewesen ist.
(2) Kultur erleben
Mit vertieften Kenntnissen der chinesischen Sprache wurde dann eine Einführung in chinesische Traditionen relativ einfach. Nachmittags besuchten die Schülerinnen Kulturkurse wie Malerei, Kalligraphie und Musik. Sie mochten die traditionelle chinesische Kultur sehr. In den Kursen lernten sie die vier Schätze der Studierstube sowie die Symbole von Pflaume, Orchidee, Bambus und Chrysantheme kennen. Während sie im kalligraphischen Kurs mithilfe der Lehrer das chinesische Langzeichen „Drache“ nachschrieben, malten sie in einem anderen Kurs mit Pinsel und Tusche einen Pandabären, was ihnen große Freude bereitete. Außerdem lernten sie ein chinesisches Lied „Jasmin“ und ein Musikstück aus der Pekinger Oper singen. Trotz des schwer zu verstehenden Liedtextes, fanden sie alle die Melodien wunderschön. Nicht zu vergessen war noch die chinesische Popmusik, die ihnen auch sehr gut gefiel. Das Lied „kleiner Apfel“ war bei ihnen so beliebt, dass sie jeden Nachmittag beim Ausflug den gleichen Text sangen – „Du bist mein kleiner kleiner Apfel“.
(3) Besuch der Nr. 109 Mittelschule
An einem sommerlichen Nachmittag waren die Schülerinnen in der Nr. 109 Mittelschule, ein Gymnasium mit dem Schwerpunkt Kunst, zu Besuch. Um das Leben chinesischer Schüler hautnah zu erleben, nahmen die deutschen Schülerinnen am Kunstunterricht teil, wo sie zusammen mit den chinesischen Schülern zeichneten. Sie lernten, wie man Stillleben zeichnet und gaben sich dabei sehr viel Mühe, so dass am Ende tolle Bilder entstanden. Mit diesen waren nicht nur die Mädchen zufrieden, sondern auch der Kunstlehrer. Nach dem Unterricht ging es noch in eine kleine „Kunstausstellung“ der Schule, in der die Werke der chinesischen Schüler und Lehrer ausgestellt waren. Die deutschen Schülerinnen konnten kaum glauben, dass die chinesischen Schüler so gut zeichnen können. Am Ende des Ausflugs besuchten die deutschen Schüler die Nr. 109 Grundschule und diskutierten mit den chinesischen Lehrern über das Thema „Unterschiede zwischen deutschen und chinesischen Schulen“.
(4) Besichtigungen
In den 15 Tagen besichtigten die Schülerinnen noch viele Sehenswürdigkeiten in Peking, beispielsweise die Nanluogu Gasse, den Tian´anmen Platz, die Verbotene Stadt, das Olympische Stadion, den Himmelsaltar, den Pekinger Zoo, den Sommerpalast und die Große Mauer. Sie haben nicht nur die traditionelle Seite chinesischer Kultur gesehen, sondern auch die moderne Seite.
(
5) Wochenende-Ausflug nach Shanghai
Die Reise nach Shanghai war ein Highlight für die Schülerinnen. Sie haben eine perfekte Kombination von traditionellem und modernem Leben gesehen. Auf der rechten Seite des Ufers des Huangpu Flusses stehen traditionelle Gebäude, während sich die Wolkenkratzer auf der linken Seite des Ufers befinden. Die Schülerinnen waren außerdem auf dem Gipfel des Shanghaier Fernsehturms und genossen die schöne Aussicht auf Shanghai von oben. Am Abend ging es dann mit einer Schifffahrttour auf dem Huangpu Fluss weiter, von der sie die Skyline Shanghais bei Nacht bewundern konnten. Alles war hell beleuchtet und die Schülerinnen kamen aus dem Staunen kaum heraus. So hielten sie während der Fahrt immer ihre Kameras oder Handys bereit, um diese wunderbaren Momente aufzunehmen. Neben den vielen kulturellen Erlebnissen hatten die Schülerinnen ausgiebig Zeit, shoppen zu gehen und so für Freunde und Familie Geschenke zu kaufen, aber auch das Eine oder Andere für sich als Erinnerung zu ergattern.
(von YU Tianyi)
Am Samstag, den 15.06.2019 wurde das Gymnasium Horn zum Gastgeber des Deutschlandfinales des Chinesischsprachwettbewerbs Chinese Bridge. Aus diesem Anlass sind etwa 120 Gäste aus ganz Deutschland angereist, darunter auch die 16 Teilnehmer des Wettbewerbs. Von unserer Schule hat Jana Neumann (QI) teilgenommen.
Um neun Uhr wird der Wettbewerb von dem Chinesisch-Chor des Burggymnasiums aus Essen eröffnet, dem die Grußworte von Frau Prof. Dr. Monika Schädler, der Direktorin des Konfuzius-Instituts, Herr Dr. LIU Lixin, dem Gesandten des Botschaftsrats der chinesischen Botschaft für Bildung, sowie Frau Kelm, der Direktorin des Gymnasiums Horn, folgen. Dann ist es soweit, die Kandidaten stellen ihr Können unter Beweis. Der Wettbewerb setzte sich aus drei Teilen zusammen. In der ersten Runde halten die SchülerInnen eine kurze und selbstverfasste Rede zu einem frei gewählten Thema, in der zweiten Runde müssen sie drei Fragen zur chinesischen Landeskunde und Sprache beantworten, bevor sie in einer freigewählten kreativen Performance ihre Talente in Gesang, Tanz oder auch Kampfsport präsentieren. Jeder Teilnehmer gibt dabei sein bestes und die Jury wird bei den vielen Sprachtalenten vor eine schwere Aufgabe gestellt. Am Ende kann es jedoch nur einen Sieger geben und so kann sich schließlich Benjamin Raab vom Burggymnasium Essen gegen die anderen 15 Teilnehmer durchsetzen. Er wird im Herbst nach China fliegen und am internationalen Ausscheid des Chinese Bridge Wettbewerbs teilnehmen. Der Chinese Bridge Wettbewerb richtet sich an SchülerInnen sowie Studierende und findet jährlich statt. Er wird von Confucius Institute Headquarters/Hanban veranstaltet.
Neben den Auftritten der Teilnehmer, wurde der Wettbewerb musikalisch durch traditionelle chinesische Instrumente und Lieder untermauert. Auch kulinarisch wurden die Anwesenden durch ein schmackhaftes und reichliches chinesisches Büffet versorgt. So haben alle Anwesenden trotz der Länge des Tages (9 Uhr bis 17 Uhr) einen schönen und erlebnisreichen Wettbewerbstag erlebt.
(von Weronika Morawiec)
Bereits zum dritten Mal nahmen Horner Schülerinnen und Schüler am Sprachcamp des Konfuzius Instituts in China teil. Dass dafür gerne die Osterferien genutzt wurden, zeugt von dem großen Interesse an diesem Projekt. 11 Schülerinnen und Schüler vom Gymnasium Horn sowie weitere 9 Teilnehmer aus Bremerhaven verbrachten zusammen mit den begleitenden Lehrern Yan Hecker und Hartmut Riggers 14 Tage an der Capital Normal University in Peking. Die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Horn kamen aus dem neueingerichteten Chinesischkurs, sie werden die ersten Horner Gymnasiasten sein, die im Jahre 2019 sich an ihrer Schule im Fach Chinesisch im Abitur prüfen lassen können.
So war es nicht verwunderlich, dass der Sprachunterricht im Fokus der Reise stand. Täglich von 8:30 Uhr bis 12:00 Uhr wurden Schriftzeichen und Grammatik gelernt, unterrichtet von Lehrern/innen der dortigen Universität, ergänzt durch Kalligrafie- und Gesangsunterricht. Am Ende hatte man den Inhalt eines ganzen Lehrbuchs erarbeitet, etwa so viel, was im regulären Unterricht in einem ganzen Halbjahr geschafft wird. Groß war die Freude, als die Mühen mit dem erfolgreichen Zertifikatsabschluss abgeschlossen werden konnten.
Natürlich kam die Kultur auch nicht zu kurz. Die Nachmittage und Abende wurden intensiv genutzt, um die vielfältigen Sehenswürdigkeiten Pekings zu besichtigen. Tian’An Men Platz, Verbotene Stadt, Sommerpalast und Zoobesuch mit den obligatorischen Pandas standen dabei ebenso auf dem Plan wie der Besuch der verbliebenen Hutons sowie des Olympiaparks mit der atemberaubenden Konstruktion des „Vogelnestes“. Beeindruckend auch die Künstlerkolonie Song Zhuang, in der sich seit mehr als 25 Jahren die Avantgarde der chinesischen Künstler versammelt hat. Und dann immer wieder die Genüsse der chinesischen Küche, bedacht auf das Yin und Yang, die daoistische Ausgewogenheit der Gerichte.
Ein besonderes Highlight war der dreitägige Ausflug ins 1000 km entfernte Xian mit dem Hochgeschwindigkeitszug. Ziel waren die Ausgrabungen der dortigen Terracotta Armee sowie die Altstadt, umgeben von der erhaltenen historischen Stadtmauer, die mit dem Fahrrad erschlossen wurde.
Schließlich stand ein Besuch der der Universität angeschlossenen High School auf dem Programm, wo die Schülerinnen und Schüler am Unterricht teilnahmen und von chinesischen Schülern mit der traditionellen Kultur Chinas bekannt gemacht wurden. Bei dem Rundgang durch die Schule konnten sich alle davon überzeugen, auf welch hohem Standard dort die Schulen ausgestattet sind: Techniklabore, Drei-D-Drucker und Flugsimulatoren sind in den Unterricht eingebunden.
Am Ende waren sich alle einig, dass es ein einmaliges Erlebnis war. Der Dank galt allen, die an der Umsetzung der Fahrt mitgewirkt hatten, insbesondere dem Konfuzius Institut in Bremen sowie den Mitarbeitern der dortigen Universität für die Betreuung vor Ort
Zusammen mit 110 Schülerinnen und Schülern aus ganz Deutschland wurden zunächst die Sehenswürdigkeiten Pekings besichtigt: Sommerpalast, Tiananmenplatz, „Verbotene“ Stadt oder das Künstlerviertel. Abends wurde auf dem Olympiaboulevard zusammen mit Chinesen die Fitness getrimmt oder in engen dunklen Gassen der Hutons wurden erste Einkäufe getätigt.
Den Schwerpunkt des Summer Camps bildete der Aufenthalt in der Fünfmillionenstadt Hefei, der Hauptstadt der Provinz Annuih. Hier wurde eine Woche lang morgens in der Mittelschule Nr 6 – ein Gymnasium mit 3000 Schülern – die chinesische Sprache eingeübt, um anschließend die Prüfung für den Erwerb des Sprachenzertifikats abzulegen.
Nach üppigem Essen in der Schulmensa wurden am Nachmittag Masken nach Motiven der chinesischen Oper bemalt, es wurde eine Choreografie in Taiji eingeübt, dazu wurden chinesische Lieder gesungen. Der Rest des Tages war den Familien von Partnerschülern/innen der Schule vorbehalten. Die Gastfreundschaft war grenzenlos, fast täglich kamen die Schülerinnen und Schüler mit Geschenken ins Hotel .
Den Abschluss bildete der Besuch der Metropole Shanghai. Aus 400 m Höhe auf dem Pearltower konnte man die bunte Skyline Shanghais bewundern. Fast ebenso beeindruckend war die anschließende abendliche Schifffahrt auf dem Huangpo. Schließlich durfte nicht versäumt werden, die Haupteinkaufsstraße Shanghais, die Nanjing Road, zu besuchen mit einem unvorstellbaren Angebot von Waren aller Art.
Und dann konnten es alle kaum glauben: die 14 Tage waren wie im Flug vergangen, wenngleich es einem in Anbetracht der vielfältigen Eindrücke auch vorkam, als hätte man eine viel längere Zeit in China zugebracht.