Im Bremer Rathaus wurden heute (12. Juni 2025) fünf Schulen aus Bremen und Bremerhaven im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung als Europaschulen des Landes Bremen (re-)zertifiziert. Die Senatorin für Kinder und Bildung, Sascha Aulepp, begrüßte die Gäste in der Oberen Rathaushalle und würdigte das herausragende Engagement der Schulen für den europäischen Gedanken und die Demokratiebildung.
Sascha Karolin Aulepp, Senatorin für Kinder und Bildung, in ihrer Eröffnungsrede: "Europaschulen sind weit mehr als ein Label. Sie stehen für gelebte Vielfalt, europäische Zusammenarbeit und demokratische Werte – und das in einer Zeit, in der genau diese Haltung nötiger denn je ist."
Den gesamten Text von der Senatspressestelle finden Sie hier: Senatspressestellenmeldung zur Europaschule
In der Europäischen Union zu leben bedeutet, Teil einer Gemeinschaft zu sein, die sich auf gemeinsame Werte wie Frieden, Demokratie und Freiheit stützt. Wir haben uns als Ziel gesetzt, diese Werte nicht nur zu leben, sondern auch aktiv zu fördern. Als Schule streben wir danach, ein Ort der Begegnung, des Austauschs und des Lernens zu sein, der die Vielfalt Europas feiert und unsere Schüler:innen dazu ermutigt, globale Bürger:innen zu werden.
Die Europäische Union bietet uns nicht nur wirtschaftliche Vorteile und politische Stabilität, sondern auch eine Fülle von Bildungs- und Austauschprogrammen, die es uns ermöglichen, über nationale Grenzen hinweg zu lernen und zu wachsen. Als Schule ist es unser Ziel, diese Möglichkeiten bestmöglich zu nutzen und unseren Schüler:innen ein umfassendes Verständnis für die Vielfalt Europas zu vermitteln.
Wir machen uns seit dem Schuljahr 2023/24 auf den Weg als Europaschule zertifiziert zu werden und diese Seite soll dazu dienen, über den Fortschritt zu informieren.
Herzlichen Glückwunsch an den Bili-Politikkurs unserer E-Phase! Mit ihrem bilingualen Beitrag „Wir sind auch Europa“ wurden die Schüler:innen für die beste Arbeit bundesweit (Modul: Sonderaufgabe, Text) mit dem Preis der Kultusministerkonferenz ausgezeichnet. Ins Bundesfinale waren die Schüler:innen über ihren 1. Landesplatz in Bremen weitergekommen. Unter dem Thema „Europa (un)limited“ setzten sich die Schüler:innen in ihrer deutsch-französisch verfassten Arbeit mit dem Wahlrecht Sechszehnjähriger bei der Europawahl auseinander - das nämlich gilt in Deutschland, bei unserem westlichen Nachbarn aber nicht! Der Europäische Wettbewerb, getragen von der Europäischen Bewegung Deutschland e.V., ist mit 71 Jahren der älteste Schülerwettbewerb Deutschlands. Hier geht's zum Beitrag https://www.europaeischer-wettbewerb.de/arbeiten/praemierte-arbeiten/2024/71-ew-sonderaufgabe-s-europa-nur-ab-16/ und zum Bericht des Europäischen Wettbewerbs https://www.europaeischer-wettbewerb.de/nachrichten/die-preisverleihungen-in-hessen-bremen-und-berlin/
Der Politik-AbiBac Kurs hat am 05.06.24 ein kreatives Projekt in Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung zum Thema EU-Wahlbeteiligung umgesetzt. Die Schüler:innen Chiara Autexier und David Schilling haben hierfür mit viel Engagement an einem „Peer-Workshop“ teilgenommen und mithilfe der Künstlerin Yasmin Sha und der Oberschule Roter Sand das Projekt erarbeitet. Das Ziel hinter der Aktion ist es die 16-jährigen zum Wählen zu animieren und die Bedeutsamkeit der EU deutlich zu machen.
Das Projekt wurde in drei Aufgaben aufgeteilt :
1. Das Äufhängen von selbstgemachten Plakaten und Flyern
2. Grafity-Kunstwerk auf einer LKW Plane
3. Sprühkreide auf dem Schulhof
Für den 30. Mai organisieren Mitglieder der AG "Demokratisch handeln und Resilienz" hier in der Schule wieder eine Podiumsdiskussion zu den Europa-Wahlen. Zugesagt haben folgende Kandidierende:
1. SPD: Annika Barlach (Spitzenkandidatin)
2. CDU: Eyfer Tunc
3. FDP: Elias F. Michels
4. Grüne: Alexandra Werwarth
5. Linke: Lucas Fiola (10. Platz auf der Bundesliste)
Foto: Michael Schnelle, Fotoarchiv SKB-Bremen.
Am 22. Mai hielt Prof. Dr. Claire Moulin-Doos einen aufschlussreichen Vortrag mit dem Titel „Das Europäische Parlament: Halbvolles oder Halbleeres Glas?“. Der Vortrag bot tiefgehende Einblicke in die Entwicklung und die Bedeutung des Europäischen Parlaments im Kontext der EU-Gesetzgebung.
Das Europäische Parlament, eine der Hauptgesetzgebungsinstitutionen der Europäischen Union, arbeitet eng mit dem Rat der Europäischen Union und der Europäischen Kommission zusammen. Während die Kommission Gesetzesvorschläge einbringt, beraten das Parlament und der Rat diese, ändern sie gegebenenfalls und verabschieden sie schließlich. Im Laufe der Jahrzehnte hat das Parlament an Macht gewonnen und ist heute ein bedeutender Mit-Gesetzgeber.
Prof. Dr. Moulin-Doos betonte in ihrem Vortrag die Rolle des Parlaments im Vergleich zu anderen wichtigen Institutionen der EU, wie dem Europäischen Rat, dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) und der Europäischen Zentralbank (EZB). Der Europäische Rat setzt die allgemeinen politischen Richtungen und Prioritäten, der EuGH sorgt für die einheitliche Auslegung und Wahrung des EU-Rechts, und die EZB steuert die Geldpolitik in der Eurozone.
Ein zentraler Punkt des Vortrags war die wachsende Bedeutung des Europäischen Parlaments. Prof. Dr. Moulin-Doos erläuterte die Aufgaben des Parlaments, die Zusammensetzung der Fraktionen und wie das Parlament zur Arena für politische Debatten geworden ist. Sie ging auch darauf ein, wie die Mitglieder des Parlaments gewählt werden und welche entscheidende Rolle das Parlament in der EU spielt.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der bevorstehenden Europawahl 2024. Prof. Dr. Moulin-Doos erklärte die Besonderheiten des deutschen Wahlrechts und die Parteienlandschaft in Deutschland. Die Europawahl bietet den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, direkten Einfluss auf die Zusammensetzung des Europäischen Parlaments zu nehmen und somit die zukünftige Politik der EU mitzugestalten.
Der Vortrag war ein informativer und spannender Nachmittag, der die Bedeutung und die Funktionen des Europäischen Parlaments sowie die bevorstehenden Herausforderungen der Europawahl 2024 anschaulich darstellte.
Dr. Jan E. Gerken (geb. 1991), ehemaliger Schüler des Gymnasiums Horn (2005–2011) und Träger der Otto-Hahn-Medaille, kehrt an seine Alma Mater zurück, um über seinen akademischen Weg durch Europa zu berichten.
Gerken studierte Physik in Karlsruhe, Dublin und Cambridge. Im Jahr 2020 promovierte er am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik in Potsdam in der Abteilung für Quantengravitation und Vereinheitlichte Theorien. Derzeit forscht er als Associate Professor an der Chalmers University of Technology in Göteborg, Schweden.
https://www.gu.se/en/about/find-staff/jangerken