In Comenius Projekten geht es um das Zusammenführen von verschiedenen europäischen Ländern und ihren Kulturen. So geht es bei unserem jetzigen Projekt „Living by the water“ um die Auswirkungen des Lebens am Wasser. Alle europäischen Partnerschulen liegen am Wasser.
Seit Anfang September arbeiten wir an diesem Projekt und haben uns in der Woche vom 03.10.2011 bis zum 07.10.2011 in Skive/ Dänemark mit den Schülerinnen und Schülern aus Schulen in Ungarn, Spanien und Dänemark getroffen. Wir hatten eine tolle Woche.
Am Montag sind wir um 08:10 Uhr vom Bremer Hauptbahnhof in Richtung Hamburg gestartet. Weiter ging es nach Århus und von dort aus nach Skive, wo wir herzlich von unseren Gastfamilien und den dänischen Lehrerinnen begrüßt wurden.
Das Programm am Dienstag fing damit an, dass wir uns alle um kurz nach acht in der dänischen Schule getroffen haben. Von dort aus sind wir alle zum Skive Art Museum gelaufen. Dort haben wir uns die ausgestellten Kunstwerke zu unserem Thema „Living by the water“ angesehen und bearbeitet. Später machten wir einen interessanten Spaziergang durch den Hafen, wobei wir die längste Holzbrücke Dänemarks überquert haben. Nach einem leckeren Mittagessen fuhren wir per Bus neunzig Minuten nach Hanstholm zum Wave Energy Center. Nach der Besichtigung aßen wir in Info-Center Sandwiches.
Mittwoch besuchten wir das Shellfish Center, wo wir viele interessante Dinge über die Muschelzucht am Limfjord gelernt haben. Danach begannen wir mit den Arbeiten an unseren Wasserbildern. Ab 15:00 Uhr hatten wir Freizeit mit unseren Gastfamilien, die jeder anders gestaltet hat. Die meisten waren abends Bowlen, es war ein lustiger und spaßiger Abend.
Donnerstag begann unser Tag mit einer Power-Point-Präsentation über den geplanten Diving Park in Dänemark. Dann ging es mit dem Bus und der Fähre auf die kleine „idyllische“ Insel Fur. Unser Touristenführer „Indianer Jones“ führte uns über die Insel und erklärte uns u.a. die Entstehung der verschiedenen Erdschichten. Nach einigen Stunden Freizeit gab es dann noch ein gemütliches Abschiedsessen mit den Gastfamilien, den Lehrern und den anderen Schülern.
Am Freitag wurden unsere Wasserbilder vorgestellt und an die anderen Ländervertreter verteilt. Danach gab es noch eine kurze Reflexion der vergangenen Woche. Die deutschen Schüler hospitierten in verschiedenen Deutschkursen.
Uns hat der Dänemarkaufenthalt besonders gut gefallen, da wir viel Neues über die verschiedenen Kulturen und Länder gelernt haben.
E-Phase, Bioprofil
Es begann wie alles beginnt: Mit dem ersten Tag. Nun, eigentlich war es der Tag vor dem ersten Tag, denn unsere schwedischen Gäste kamen einen Tag früher als der Rest. So standen wir also am 11.04. um 17:41 Uhr am Hauptbahnhof und haben auf den Zug aus Hamburg gewartet, der dann auch kam. Nachdem wir einige grundsätzliche Dinge geklärt hatten, gingen wir vier vorerst nach Hause, um unseren Gästen unsere Wohnungen zu zeigen, denn da sollten sie ja auch für ein paar Tage wohnen.
Am nächsten Tag durften die beiden Schweden erst einmal im Matheunterricht hospitieren bis sie ins Universum und in die Stadt gingen, um die Italiener, die am Mittag ankamen, abzuholen. Im weiteren Verlauf des Tages kamen dann auch unsere Gäste aus der Tschechischen Republik, aus der Türkei und aus Spanien.
Am nächsten Tag begann dann unser Programm. Wir trafen uns früh morgens um 09:00 Uhr, als unsere Gäste freundlich von der Schulleiterin Christel Kelm begrüßt worden sind. Danach lernten wir uns untereinander anhand diverser Spiele besser kennen und weil das bisherige Programm so anstrengend war, gab es auch gleich Frühstück hinterher. Dort bedienten wir uns dann, bis das Security Training anstand, bestehend aus einem kleinen Fahrrad-Parcours, in dem alle überlebenswichtigen Fahrrad-Techniken abgefragt und gelehrt wurden und aus einem kleinen Vortrag über die Verkehrsregeln in Deutschland.
Gegen 14:30 Uhr starteten wir die erste Radtour, die von unserer Schule aus über das Blockland und den Kuhgrabenweg am Fallturm vorbeiführte und dann wieder auf dem Schulhof endete. Unterwegs gab es viele Informationen über einzelne Abschnitte der Strecke wie z.B. über den Jan-Reiners-Weg.
Abends nahmen wir dann an der „Nachtwächter-Tour“ teil, die auch für uns genauso interessant war wie für unsere Gäste. Man lernte viele Seiten Bremens kennen, die in normalen Stadtführungen noch nicht einmal erwähnt werden. Besonders gefiel uns der nächtliche Spaziergang an der Weser. Zwar war es bitterkalt, doch übt solch ein Fluss auch immer einen gewissen Reiz aus.
Am nächsten Tag, Mittwoch, mussten wir noch etwas früher aufstehen, damit unsere Gäste noch etwas vom Schulleben mitbekamen. Also haben wir alle an einer Schulstunde teilgenommen und uns danach wieder zu einem „Project Meeting“ zusammengefunden, bei dem wir dann ein wenig über die Fahrradtouren des vorangegangenen Tages sprachen. Außerdem haben wir Projektinternes besprochen, wie z.B. was für ein Logo wir für die Comenius.Website nehmen und wie die Fragen für unseren Fragebogen bezüglich des Fahrrads und seiner Benutzung, den wir am Ende dann fertig stellen sollten, aussehen würden.
Die Radtour an dem zweiten Tag startete um 14:45 Uhr vor dem Dom. Als wir losfuhren war es dann doch etwas später, dafür hatten wir wieder eine sehr interessante Radtour, die bei einem Eis-Hof-Laden im Blockland endete.
Am nächsten Tag hatten wir wieder eines der „Project Meetings“, wo wir wieder über die Logos und den Fragebogen diskutiert haben und natürlich auch wieder Feedback zu der Route gestern gaben. Anschließend gab es wieder etwas zu essen und um 14:15 Uhr haben wir uns beim Roland getroffen, um eine kleine Ratshausbesichtigung durchzuführen. Dort ist übrigens auch das Gruppenfoto entstanden.
Da der Donnerstag recht kurz war bezüglich des Programms, konnten unsere schwedischen Gäste und wir natürlich auch recht früh aufstehen, um sie am Freitag um 07:25 in ihren Zug zurück zu setzen. Aufgrund der Tatsache, dass sie einen Tag zu früh gekommen sind, mussten sie auch einen Tag früher gehen, was natürlich schade für sie war, da an diesem Tage nun auch die „Farewellparty“, die Abschiedsparty stattfand.
Nun gut, nachdem die Schweden also gefahren war, hatten wir wieder ein Projekttreffen, wo wir dann final besprochen haben, welche Fragen in unseren Fragebogen kommen und welches Logo wir nehmen. Nebensächlich ging es um den nun bekannten Vulkan Eyjafjallajökull auf Island, deren Ausbruch nun die Abreise der Türken, Italiener und der Spanier verhinderte, da diese mit dem Flugzeug gekommen waren.
So hatten wir jedoch die tolle Gelegenheit noch einmal gemeinsam zu feiern:
Alle Schüler trafen sich beim Freizi Borgfeld um 19:00 Uhr. Es war für Musik und Essen gesorgt und einem schönen Abend stand nichts im Wege. Ob Tischkickern, Tanzen oder sich einfach nur mit den Leuten anderer Nationen unterhalten. Für jeden war bei dieser Party etwas dabei. Spätestens dann als endlich die grauenhafte Musik gegen Jimi Hendrix und The Police ausgetauscht wurde. Den Lehrern hätte sonst wohl etwas gefehlt.
Alles in allem hatten wir eine tolle Woche. Viele verschiedene Kulturen trafen aufeinander. Die vielen verschiedenen Sprachen waren ähnlich kurios wie unsere Gewohnheiten. Jeder benahm sich anders und überall waren sowohl Gemeinsamkeiten als auch Ungleichheiten zu entdecken.
In einer Sache waren und sind wir uns jedoch komplett gleich: Wir sind Europäer und mögen Fahrradfahren. Das ist doch schon mal ein guter Anfang für eine hoffentlich noch lange anhaltende Freundschaft.
Im Rahmen des Projektes „Cycling in Europe“ besuchten wir, vier SchülerInnen und 2 Lehrkräfte des Gymnasiums Horn, unsere Partnerschule, das technische Gymnasium Guglielmo Marconi in Gorgonzola bei Mailand.
Bei der Ankunft am Flughafen in Bergamo regnete es in Strömen. So hatten wir uns Italien nicht vorgestellt. Doch am Nachmittag klärte es auf und die Sonne schien für den Rest der Woche.
Wir verbrachten den Montagnachmittag in den sehr freundlichen Gastfamilien. Am Dienstagvormittag trafen wir in unserer Partnerschule die anderen Comenius-Partner aus Mallorca, Spanien; Moravské Budejovice, Tschechien; Trabzon, Türkei und Landskrona, Schweden. Der Tag begann für uns mit einem Kennenlernspiel und einer Führung durch die Schule, gefolgt vom – wie sollte es in Italien auch anders sein? – sehr leckeren Mittagessen. Als schließlich alle gut gesättigt waren, startete auch schon die erste Fahrradtour, die von Gorgonzola bis Cassano d’Adda und zurück führte. Während der Tour, die von den italienischen Schülern sehr gut geführt und mit interessanten Informationen versehen wurde, erfuhren wir einiges über die schöne Landschaft, die uns umgab. Von einigen Problemen mit den Leihfahrrädern, die entweder zu groß, zu klein oder gleich ganz kaputt waren, abgesehen, war diese erste Tour ein voller Erfolg.
Nach einem Arbeitstreffen am Mittwochvormitag in der Schule, besuchten wir am Nachmittag Mailand, auch hier wurden wir von den italienischen SchülerInnen durch die Stadt geleitet. Wir sahen den sehr beeindruckenden und weltberühmten Mailänder Dom, außerdem einige kleinere Kirchen in der Umgebung, echte „Insider-Tipps“ also, die jedoch nicht minder interessant waren: in einer Kirche war ein gesamter Raum aus menschlichen Schädeln gebaut!
Wer in Mailand ist, darf Leonardo da Vincis sagenumwobenes Gemälde „Das letzte Abendmahl“ natürlich nicht ignorieren. Ein sehr interessanter Besuch eines historischen Gemäldes, auch wenn es der Führerin nicht gelang, Dan Browns Theorien glaubwürdig zu widerlegen…
Am Donnerstag machten wir eine über 40 Kilometer lange Fahrradtour, sodass auch wir als ans Fahrradfahren gewöhnte BremerInnen teilweise ganz schön schlucken mussten, auch weil die Leihfahrräder ein weiteres Mal nicht „das Gelbe vom Ei“ waren und der von einem italienischen Lehrer mitgeführte Werkzeugkasten doch das eine ums andere Mal zum Einsatz kommen musste. Die malerische Landschaft entlang des Flusses Adda entschädigte hierfür jedoch ebenso wie die anschließende schöne Bootstour auf dem selben Fluss. Nach einem Picknick ging es den ganzen weiten Weg von Brivio bis nach Trezzo d’Adda per Fahrrad zurück, doch auch diese Strecke wurde von allen erfolgreich gemeistert.
Freitagmorgen arbeiteten wir an der projekteigenen Website www.cycling-in-europe.eu weiter und erarbeiteten Ergebnisse des Treffens. Nach einem Nachmittag in Mailand durften wir am Abend noch ein letztes Mal die überwältigende Freundlichkeit und den Einsatz der italienischen Gastfamilien erleben, die uns für die „Arrivederci“-Party ein sehr leckeres Buffet bereitet hatten. Und auch nach den letzten kulinarischen Genüssen wurden wir nicht enttäuscht, als drei italienische Schülerbands und ein gesamter Musikkurs uns sowohl durch ihre Fähigkeiten als auch ihren Umgang mit uns beeindruckten. Doch auch diejenigen, denen diese eher rockigen Klänge nicht besonders zusagten, kamen danach auf ihre Kosten, als ein DJ mit den neuesten Hits die Massen bis spät in die Nacht zum Tanzen brachte.
Die recht späte Schlafenszeit war jedoch der kleinere Grund, warum es uns schwerfiel, am Samstagmorgen um 6 Uhr endgültig „arrivederci“ zu sagen und unsere Gastfamilien, deren Gastfreundlichkeit gar nicht genug betont werden kann, zu verlassen. Wir alle haben das Treffen in Gorgonzola sehr genossen und können nichts weiter tun, als mit einem herzlichen „Grazie, Gorgonzola!“ zu schließen.
Link zur Website des Projektes: http://www.cycling-in-europe.eu
Europa besteht aus vielen unterschiedlichen Kulturen und Wertesystemen, welche innerhalb der Europäischen Gemeinschaft zusammentreffen. Wir glauben, dass eine fruchtbare Kommunikation in Europa nur dann funktionieren kann, wenn ein gegenseitiges Verständnis der jeweiligen Kulturen gewährleistet ist. Man sollte auf seine eigene Kultur kennen und vertreten können, aber gleichzeitig andere kulturelle Normen achten. Aus diesem Grund ist Respekt anderen gegenüber so wichtig. Respekt ist die Fähigkeit, Unterschiede zu verstehen, sie zu akzeptieren und schließlich schätzen zu lernen. Nur so können unterschiedliche Kulturen friedlich miteinander leben, ein Ziel, welches auch die EU verfolgt.
Respekt hat zu tun mit Höflichkeit, Höflichkeit wiederum sollte die Grundlage zwischenmenschlicher Kommunikation sein. Kommunikation kann aber nur dann funktionieren, wenn die Sprecher wissen, dass ihre kommunikativen Konventionen nicht allgemeingültig, sondern kulturspezifisch sind. Durch unser Projekt soll uns und den Schülerinnen und Schülern bewusst werden, worin diese Unterschiede bestehen, um so Missverständnisse zu umgehen und respektvoll miteinander kommunizieren zu können. Es bietet sich an, dieses Thema historisch, religiös, soziologisch und linguistisch zu beleuchten.
Das Ziel unseres Projektes ist es, aus der Sicht der Schülerinnen und Schüler eine allgemeine Definition des Begriffes “Respekt” zu entwickeln und gleichzeitig ein "Handbuch" in elektronischer Form zu erstellen, welches (junge) Europäer/innen dazu befähigt, mit anderen respektvoll umzugehen (a user´s manual on how to be a young European).
A User’s Manual for Europe http://www.young-in-europe.eu (nicht mehr online leider)